Sensenmännchen

In einer Streichholzschachtel schlummert ein Männchen.

Es fürchtet die Welt,

starrt rücklings auf den Deckel.

Es ist ganz wach.

In der Nacht wagt es sich hinab.

Tapst sachte über den Schachtelrand.

Auf seiner Schulter stapelt es fünf Hölzer.

Die roten Köpfe äugen zurück und wachen.

Durch den Wald waten.

Das Leben jagen.

Wenn es zu nahe kommt,

baut es sich schnell ein Zelt.

Fünf Pfähle ragen nur knapp über sein Haupt.

Die Kapuze weit über den Kopf gezogen

kauert es und wartet.

Sein Senschen hat es fest umklammert,

um den Luftzug wegzuschneiden.

Da knistert es im oberen Gebälk.

Ein kleiner Zapfen landet direkt auf den roten Köpfchen.

Sie bilden ihm ein Nest.

Das Männchen sieht es nicht und krächzt.

Was ist es?

Es zieht sein Senschen und fächelt ängstlich.

Da zündet es.

Das Zäpfchen war ein Funke!

Da brennt es.

Das Zelt des Todes weggefegt.

#Worte

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